Gruppenbild der Delegierten des BZI

Der BZI fordert die Erweiterung der demokratischen Basis und ein inklusives Bildungssystem ohne Zugangsbarrieren

Nach seiner Fachtagung am Vortag mit dem Titel „#30 Jahre vereint: Hält das, was uns trennt, auch zusammen? Migrantische Perspektiven zwischen Ost und West“ tagte die Delegiertenversammlung des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats (BZI) am heutigen Sonntag, den 15. September 2019, in Erfurt.

Dort zogen die Delegierten Bilanz zu 30 Jahre Wiedervereinigung und zum 70. Jubiläumsjahr des Grundgesetzes aus migrantischer Perspektive. Ein zentrales Anliegen des BZI ist, ein neues Narrativ für die Einwanderungsgesellschaft Deutschland voranzubringen, das die Erfolge und Misserfolge durch Zuwanderung und die grundlegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Ost und West einbezieht.

In den verabschiedeten Resolutionen fordert der Bundesverband der Integrationsbeiräte zum einen die Erweiterung der demokratischen Basis, insbesondere durch die Einführung des kommunalen Wahlrechts für dauerhaft hierzulande lebende Drittstaatsangehörige, eine bundesweite Antirassismus-Strategie sowie die systematische und konsequente Förderung und politische Unterstützung der Integrationsbeiräte und Migrant*innenorganisationen in Ost und West. Ferner fordert der BZI die Modernisierung des Bildungssystems – hin zu einem wahrhaftigen System gelebter Inklusion, auch für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Dafür müssen Zugangsbarrieren abgebaut werden, um ihnen bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.

Darüber hinaus wählten die Delegierten aus 11 Bundesländern einen neuen Vorstandsvorsitzenden, Memet Kilic (LAKA, Baden-Württemberg), sowie eine neue stellvertretende Vorsitzende, Didem Karabulut (AGABY, Bayern).