Deutschen Islam Konferenz 2018: “Erweiterter Teilnehmerkreis ist gute Basis für die Zukunft“

„Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat hat im September bekanntgegeben, dass die bisherige Struktur mit festen Arbeitsgruppen, Ausschüssen oder dauerhaften Mitgliedschaften von Personen in Foren durch ein themen- und anlassbezogenes und flexibles Format ersetzt wird. Dieser Neuausrichtung wird auch mit der erstmaligen Einladung des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats Rechnung getragen. Die kommunalen Integrationsbeiräte gehören seit über vier Jahrzehnten zu den ältesten politischen Organisationen von Menschen mit Migrationsgeschichte. Etwa 400 von ihnen haben sich in Landesverbänden und die Landesverbände in unserer Bundesorganisation, dem Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, zusammengeschlossen. Die Beiräte sind Teil der politischen Struktur der Kommunen und vertreten alle Menschen mit Migrationshintergrund, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, Religion oder Weltanschauung, so auch ihr Bundesverband, der BZI.

In einer Zeit, in der viele versuchen, auch die Migrant*innengesellschaft zu spalten, versteht sich der BZI, der auch im ländlichen und städtischen Raum und in den neuen Bundesländern gut vertreten ist, als eine wichtige Plattform für einen neutral geführten Diskurs. Der BZI ist weder eine klassische Migrant*innenorganisation noch eine klassische neue deutsche Organisation. Unserer Meinung nach ist es u.a. auch deswegen unbedingt notwendig, dass der BZI auch in den weiteren Phasen der DIK zu dem Teilnehmerkreis gehört und seine Expertise einbringen kann.

Deutschland hat mit der DIK ein wichtiges Gremium, um das Zusammenleben und den Zusammenhalt zu stärken. So ist es richtig und wichtig, dass sie sich den wandelnden Herausforderungen immer wieder neu orientiert und verschiedene Akteure einbindet. Denn auch die DIK soll die Vielfalt der Gesellschaft in Deutschland widerspiegeln. Das gilt sowohl für die zunehmende Zahl von Neuzuwanderern aus arabischen Herkunftsländern, als auch mit Blick auf die vielen säkularen Verbände, in denen sich Muslime organisieren. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit!“