Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI)

Zur Einschätzung des BKA über den Anschlag von Hanau

In einem offenen Brief wandten wir uns an den BKA-Chef, weil uns das, was am 19. Februar 2020 in Hanau geschah, weiterhin sehr beschäftigt. Aus den Medienberichten haben wir entnommen, dass das BKA derzeit dabei ist, einen Abschlussbericht zu dieser Gräueltat zu formulieren und die ihr zu Grunde liegende Motivation zu benennen. Medienberichten zufolge stellten die Ermittler eine These auf, die wir sehr alarmierend finden. Rassismus als Hauptmotiv zu verneinen, ist ignorant, brandgefährlich und rücksichtslos, ja sogar beleidigend gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen. Den gesamten offenen Brief finden Sie hier. Fast zeitgleich erklärte sich dann der BKA-CHef Holger Münch, dass das BKA diese Tat eindeutig als rassistisch bzw. rechtsextremistisch einstufen werde.

Mehre Medien griffen unsere Stellungnahme aus diesem Brief in Artikeln auf.

ZDF: BKA-Chef stellt klar Anschlag von Hanau rassistisch motiviert

Rassismus oder geistige Verwirrung? Die Motivation für den tödlichen Anschlag von Hanau schien noch nicht vollends sicher. Das BKA liefert jetzt eine Klarstellung.

[…]

Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI) hatte das BKA in einem Offenen Brief an Münch aufgefordert, seine Einschätzung vor Fertigstellung des Berichts zu überarbeiten. Der BZI-Vorsitzende Memet Kilic schreibt:

“Rassismus als Hauptmotiv zu verneinen, ist ignorant, brandgefährlich und rücksichtslos, ja sogar beleidigend, gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen.”
Memet Kilic, BZI-Vorsitzender

Zum vollständigen Beitrag – Stand: 31.03.2020 17:12 Uhr

 

Weitere Medienberichte:

n-tv Beitrag vom 31.03.2020

hessenschau.de Beitrag vom 31.03.2020

FFH Beitrag vom 31.03.2020