Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI)

Europa und deutsche Verhältnisse zusammendenken! Der BZI fordert zusätzlich zum 11. März den 19. Februar als nationalen Gedenktag für Rassismusopfer!

Pressemitteilung

Vom 15. Februar 2022

 

Am Mittwoch, den 16.02.2022, berät das Bundeskabinett Medienberichten zufolge (u.a. ZDF, Tagesschau) über die Einführung des 11.März als Gedenktag für Opfer terroristischer Gewalt. Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI) begrüßt das Vorhaben mit Vorbehalt. Vorsitzender Memet Kilic erklärt: 

„Terror richtet sich gegen Menschlichkeit, in Europa und weltweit. Deshalb ist es wichtig und richtig, dessen Opfer universalistisch zu betrachten. Die Bundesregierung darf sich aber mit der Einführung des 11.März als Gedenktag für Terroropfer nicht begnügen!

Um ein starkes Zeichen gegen Rassismus in Deutschland zu setzen, braucht es auch einen nationalen Gedenktag für Rassismusopfer hierzulande. Gerade zum nahenden zweiten Jahrestag des rassistischen Anschlags auf Hanau schlagen wir als BZI den 19.Februar vor. ”

Memet Kilic erklärt warum:

„Unser Land hat eine lange Historie rassistischen Terrors seit der Wiedervereinigung. Dieser reicht von Hoyerswerda bis zu den NSU-Anschlägen und nicht zuletzt Hanau. Deshalb finden wir es als BZI mehr als angebracht auch einen nationalen Gedenktag einzuführen, der an ein nationales Ereignis anknüpft und kollektive Erinnerungskultur etabliert. Der rassistische Anschlag von Hanau mit der neuen Eskalationsstufe und der eingebüßten Todesopfer ist dafür geeignet.

Wenn die Regierung ernsthaft einen Aufbruch zum Kampf gegen Rassismus wagt, dann wäre dies ein symbolträchtiger Anfang. So kann sie ein starkes Zeichen gegen Rassismus und für Solidarität mit Betroffenen hierzulande setzen und Hanau zur Erinnerung aller machen.”

 

Pressekontakt

Dr. Deniz Nergiz, BZI-Geschäftsführerin
Tel. 030 450 89 119
Mail: office@bzi-bundesintegrationsrat.de